Die Ente

Unser Schiff

stammt aus der belgischen Werft ETAP (inzwischen in Konkurs gegangen). Das Firmenlogo ist eine Ente, daher der häufige Namensgebrauch des Wasservogels. Name des Schiffes „Le canard gris“.

Der Segler ist ca. 10 m lang, 3,40 m breit und hat einen Tiefgang von ca. 1,85 m (je nach Ladezustand). Im Inneren findet sich die typische Aufteilung 3 Zimmer, Küche, Bad. Es gibt eine Vorschiffskammer (Uschi), eine Achterkammer (Michael) sowie ein Salon genanntes Wohnzimmer, in dem Küche und Büro (Navigationsplatz) integriert sind. Das Bad hat selbstverständlich eine separate Tür. Kühlschrank und 2-flammiger Gasherd mit Backofen bieten die Möglichkeit, auch etwas anderes zu sich zu nehmen als Müsli.

Das Besondere an diesem Schiffstyp ist jedoch die Unsinkbarkeit (ja, ja, ich weiß, die Titanic!). Erreicht wird sie durch einen doppelschaligen Aufbau mit entsprechender Kunststoffausschäumung, die den Auftrieb sicherstellt. Herausragender Nebeneffekt: eine perfekte Isolatonswirkung gegen Kälte/Wärme und Lärm, das bedeutet z.B. kein Schwitzwasser unter Deck bei starken Temperaturschwankungen. Segler wissen, wovon ich spreche. Ein wesentlicher Nachteil dieser Bauweise soll nicht verschwiegen werden: es geht ein beträchtliches Volumen an Stauraum verloren. Daher werden beide Kammern nicht nur zum Schlafen sondern auch zum Stauen gebraucht.

Zur technischen Ausrüstung gehören in erster Linie ein Motor (merkwürdigerweise taucht diese Frage immer wieder auf: Wieso habt ihr einen Motor?), der als Manövrierhilfe in Häfen und Energielieferant dient und natürlich ein Fortkommen bei ausbleibendem Wind garantiert. Maschinentyp Volvo Penta Diesel, 3 Zylinder, 19 PS.

Als Energiespeicher dienen eine Starterbatterie (70 Ah) sowie 3 Verbraucherbatterien (zusammen 315 Ah). Zwei auf dem Bimini (Verdeck über dem Steuerstand) montierte Solarzellen á 60 Watt liefern zusätzlich Energie, überraschenderweise so viel, dass ein langes Liegen vor Anker garantiert ist und während dieser Zeit auf keinen Verbraucher verzichtet werden muß (vorausgesetzt, die Sonne scheint). Dazu trägt auch die komplette Umrüstung der Beleuchtung an und unter Deck auf LED bei.

Im Mittelmeer ganz wichtig ist der Sonnenschutz. Auf dem Foto ist ein Teil davon zu sehen, wir können, wenn wir wollen, das komplette Achterschiff abdecken.

Zur sonstigen Ausrüstung möchte ich an dieser Stelle nichts mehr ausführen, der Schwerpunkt des Internetauftrittes hat eine andere Priorität. Vielmehr werde ich auf das eine oder andere Detail bei den Reiseberichten eingehen. Fragen werde ich natürlich gern beantworten.